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Vorwort

Was sind Mycotoxine?


Erbliche Faktoren


Klima

Getreide



Die Verbindung

zwischen Klima und Getreide in Zahlen

Europa



Mykotoxine im Umfeld


Lektine


Die Störung des Darms als Resultat zahlreicher Faktoren



Markante Artikel zum Thema MS und Mycotoxine


Nachweis von Mycotoxinen


Service:

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Rückblick:

meine eigene Geschichte war Anlass genug für die Suche nach dem Auslöser



Barbara Duhm

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Multiple Sklerose -

Mycotoxine mögliche Ursache?

von Barbara Duhm     letztmals aktualisiert am 25. Mai. 2003


Mycotoxine - Geniestreich der Natur

- Werkzeug der Evolution


Um die Mycotoxine zu verstehen, möchte ich hier die Definition für Evolution aus dem Roche-Lexikon voranstellen:


Evolutio, Evolution

Phylogenie, Phylogenese:

die stammesgeschichtliche Entwicklung der Organismen im Laufe der Erdgeschichte. Beruht auf der kombinierten Wirkung von erblicher Variation (durch Mutation u. Umkombinierung durch Bastardierung), Selektion u. Isolation der Genotypen. Auffallende Phänomene sind u.a. Anpassung, Differenzierung, Spezialisierung, Reduktion, morphologische Reihen; s.a. Orthogenese, Selektion, Abstammungslehre.


Roche Lexikon Medizin, 4.Auflage; © Urban & Fischer Verlag, München 1984/1987/1993/1999


Alles Leben auf der Erde ist diesen Mechanismus unterworfen, also wir Menschen ebenso wie Pflanzen und letztlich auch Bakterien. Bei den Bakterien kennen wir die Probleme können wir den Mechanismus besonders gut beobachten. Die Anpassungsfähigkeit von Bakterien an verschiedene Antibiotika stellt die Medizin vor ungeahnte Probleme. Nahm man in den fünfziger Jahren noch an die Infektionskrankheiten damit besiegen zu können, ist man heute verzweifelt auf der Suche nach neuen Medikamenten. Zahlreiche Bakterien haben sich im Sinne der Evolution derartig gut an die neuen Bedingungen im Körper von Menschen und Tieren angepasst, dass sie zu einer neuen Bedrohung der Menschheit werden. Dies geschah in kürzester Zeit, wenn man bedenkt wie alt das Antibiotika ist.


Erst 1928 entdeckte Alexander Flemming zufällig die Wirkung von „Schimmelpilzen" auf eine bakterielle Kultur. Der Schimmelpilz war Penicillium. Das Antibiotika, dass infolge entwickelt wurde, nannte er Penicillin. Seine Forschung kam allerdings erst während des Krieges zum Einsatz, weil von Deutschland in dieser Zeit keine Sulfonamide, ein chemisches Antibiotika, nach England und die USA geliefert wurden. Erst zu diesem Zeitpunkt erinnerte man sich an die Entdeckung von Alexander Flemming. Was hatte er eigentlich entdeckt?

Wie wir heute wissenentdeckte er nicht die Wirksamkeit von Schimmelpilzen gegen Bakterien, sondern vielmehr die Wirksamkeit ihrer sekundären Stoffwechselprodukte, sogenannter Mycotoxine. Schimmelpilze behaupten sich somit in der Natur gegenüber Bakterien.


Doch was ist nun die Aufgabe von Schimmelpilzen?


Wesentliche Aufgabe ist die Zersetzung abgestorbenen organischen Materials in für die Natur wiederverwendbare Bestandteile und zwar überall dort oh es feucht ist. Damit haben sie in unserer Umwelt eine bedeutende Rolle.


Es kommt ihnen wahrscheinlich aber eine weitere Aufgabe zu. Sie helfen in der Evolution bei der Selektion von nicht durchsetzungsfähigen Leben, indem sie mit ihren sekundären Stoffwechselprodukten das Erbgut schädigen und eine Vermehrung unterbinden. Das klingt dramatisch, ist aber bedeutend in der Evolution bei der Entwicklung angepasster Arten. Wir Menschen haben es aber versucht zu unterbinden, in dem z. B. die Artenvielfalt drastisch reduziert wurde. So sind viele an spezielle Verhältnisse angepasste Sorten verloren gegangen und durch scheinbar ertragreichere, beliebtere Sorten ersetzt worden. Ich meine z. B. Äpfel, Tomaten und, und.... Die Reihen sind endlos und wurden meist kommerziellen Interessen geopfert. mit Genmanipulation und speziellen Züchtungen versucht man resistente, gut haltbare und farbenfrohe Ware zu züchten.


Ein besonderes Beispiel möchte ich an dieser Stelle erwähnen, den Weizen. Seine Ausbreitung war ursprünglich schwerpunktmäßig das Gebiet zwischen Euphrat und Tigres (heutiger Irak). Er trat in 200 Jahren den Siegeszug um die Welt an. Diese Ausbreitung wurde von Menschen vorgenommen unberücksichtigt von schädlichen Mikroorganismen. Seine Anpassung an unser Klima war schlecht. Eine natürliche Selektion wurde jedoch zu Gunsten von Erträgen vermieden. Heute wissen wir, dass Schimmelpilze zum Beispiel der Spezie Fusarium unter bestimmten klimatischen Bedingungen den Weizen befallen. Fusarium befällt die Ähren und produziert Mycotoxine, z. B. Trichothecene und Zearalenon. Beide stellen für die Gesundheit bei Mensch und Tier eine große Gefahr dar. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Getreide wie z. B. Weizen und Mais ursprünglich nicht auf dem Speiseplan von Mensch und Tier standen. Die Aufnahme von Mycotoxinen  mit der Ernährung war somit früher nicht gegeben. Erinnern wir uns zurück: Rinder fraßen früher auf der Weide z. B. Gras statt im dunklen Stall Mais und Artgenossen (Tiermehl).


An dieser Stelle möchte ich meinen Beitrag zur Erklärung der Mycotoxine abbrechen und stattdessen auf Aufsätze von Experten verweisen